Content-System statt Kurs

von Nicole Angela Buck

Warum kein Online-Kurs Dein Content-Problem löst

Nicole Angela Buck ist viel mehr als Kommunikations- und Grafik-Designerin

Das Video lief. Ich war woanders.

Ich saß vor meinem Laptop, Kaffee neben mir, der Selbstlernkurs auf dem Bildschirm. Video drei von zwölf. Der Dozent erklärte irgendwas über Promptstrukturen, und ich – ich war gedanklich bei der Kundenanfrage von heute Morgen. Bei der Rechnung, die noch raus musste. Bei der Frage, was es heute Abend zu essen gibt.

Das Video lief weiter. Wie ein Radio im Hintergrund.

Ich hab’s gehört. Aber ich hab’s nicht gemacht.

Als der Kurs zu Ende war, hatte ich ein Zertifikat, eine Sammlung an Notizen und das ungute Gefühl, dass ich zwar Zeit investiert hatte – aber nicht wirklich weitergekommen war. Im Nachhinein: schade fürs Geld. Aber ich denke, auch diese Erfahrung darf man gemacht haben.

Heute weiß ich: Das Problem war nicht der Kurs. Und es war auch nicht ich. Das Problem war, dass kein Kurs der Welt das lösen kann, wofür Du eigentlich ein Content-System brauchst.

Genau darum geht es in diesem Artikel. Ich zeige Dir, warum noch ein Kurs, noch eine Promptliste und noch ein Tutorial Dein Content-Problem nicht lösen werden – und was stattdessen funktioniert. Aus meiner Erfahrung als Kommunikationsdesignerin mit über 25 Jahren Agenturpraxis und als zertifizierte KI-Trainerin, die täglich mit genau diesen Herausforderungen arbeitet.

Das Wissens-Paradox: Drei KI-Kurse gemacht, null Content veröffentlicht

Vielleicht kommt Dir das bekannt vor: Du hast einen KI-Kurs gemacht. Vielleicht sogar zwei oder drei. Du weißt, was ein Prompt ist. Du hast gehört, dass man ChatGPT eine Rolle geben soll. Du hast eine Sammlung an Prompts in Deinem Notizbuch oder in einer hübschen PDF, die Du mal runtergeladen hast.

Und dann sitzt Du vor dem Bildschirm. Und es passiert: nichts.

Nicht, weil Du dumm bist. Nicht, weil Du zu wenig weißt. Sondern weil Wissen und Können zwei völlig verschiedene Dinge sind.

Ich sehe das bei meinen Kundinnen und Kunden regelmäßig. Kluge, erfahrene Menschen. Business-Coaches mit 15 Jahren Berufserfahrung. Beraterinnen, die in Strategiemeetings brillieren. Sie haben alle Kurse gemacht, alle Prompts gesammelt – und stehen trotzdem vor dem leeren Dokument.

Das ist kein persönliches Versagen. Das ist ein strukturelles Problem. Kurse vermitteln Wissen. Aber Wissen allein bringt keinen Content raus, der nach Dir klingt. Dafür brauchst Du ein System.

(Warum übrigens intensive Live-Formate so viel besser funktionieren als verteilte Selbstlernkurse, habe ich in meinem Artikel „Warum 4 Stunden intensiv besser sind als 4 Wochen verteilt“ ausführlich beschrieben.)

Promptlisten sind Papier

Ich sage das jetzt mal ganz direkt: Ich mag keine Promptlisten.

Nicht, weil Prompts unwichtig wären. Sondern weil eine Promptliste ohne Verständnis nichts anderes ist als ein Kochbuch ohne Küche. Du kannst es lesen. Du kannst es bewundern. Aber kochen kannst Du damit noch lange nicht.

Was ich in meinen Workshops erlebe: Die meisten Menschen brauchen keine besseren Prompts. Sie brauchen das Verständnis dafür, wie sie mit der KI ins Gespräch kommen. Wie sie mit Worten spielen. Wie sie der KI die richtigen Fragen stellen – und dann mit der eigenen Expertise weitermachen.

Ein Beispiel: Angenommen, Du willst einen LinkedIn-Post schreiben und weißt, dass eine gute Struktur hilft. Statt jetzt einen Prompt aus einer Liste rauszukopieren, fragst Du die KI: „Welches Textmodell eignet sich für einen LinkedIn-Post, der ein Problem meiner Zielgruppe aufgreift und eine Lösung anbietet?“ Die KI erklärt Dir vielleicht die AIDA-Formel oder das PAS-Modell. Und dann machst Du Dir das Wissen zu eigen.

Du brauchst keinen Prompt für die AIDA-Formel. Du brauchst das Verständnis, dass es solche Modelle gibt – und wie Du sie für Dich einsetzt.

Denn ehrlich: Ob eine AIDA-Formel, ein Nutzendreieck oder eine SWOT-Analyse – die KI kennt das alles besser als jede Promptliste. Was die KI nicht kennt, ist Deine Expertise. Deine Erfahrung. Deine Stimme. Und genau das ist der Teil, den kein Kurs und keine Liste ersetzen kann.

(Wie ich selbst von der totalen KI-Skepsis zur täglichen Nutzung gekommen bin, habe ich in „ChatGPT im Marketing: Meine Reise von der Skepsis zur Zeitersparnis“ beschrieben.)

Content-System statt Kurs: Was den Unterschied macht

Ein Kurs gibt Dir Wissen. Ein System gibt Dir einen Workflow, der funktioniert – auch am Dienstagabend um 18:30, wenn Du eigentlich keine Energie mehr hast.

Der Unterschied ist fundamental:

Ein Kurs sagt Dir: „So funktioniert ein Prompt.“ Ein System sagt Dir: „Öffne Dein Tool, nimm die Notizen aus Deinem letzten Kundengespräch, lass die KI daraus drei Content-Ideen generieren, wähle eine aus, verfeinere sie mit Deiner Expertise – fertig.“

Ein Kurs gibt Dir: Wissen über KI-Tools, Prompttechniken, Best Practices. Ein System gibt Dir: Einen klaren Ablauf, der aus Deinem Alltag heraus Content produziert – Content, der nach Dir klingt.

Ein Kurs endet nach vier Wochen, sechs Modulen oder zwölf Videos. Ein System arbeitet jeden Tag für Dich. Weil es in Deinen Alltag eingebaut ist, nicht draufgesetzt.

Und genau das ist der Punkt, an dem die meisten scheitern. Sie investieren in Kurse – und hoffen, dass das Wissen irgendwie von selbst zum System wird. Spoiler: Das passiert nicht. Ein System entsteht, wenn jemand mit Dir gemeinsam hinschaut. Auf Dein Business, Deine Themen, Deine Zielgruppe, Deine Stimme. Und dann einen Workflow baut, der zu Dir passt. Nicht zu irgendeiner Persona im Kursmodul, sondern zu Dir.

Nacharbeiten heißt nicht: Du hast es nicht geschafft

Es gibt einen Satz, den ich in Kursen nicht mehr lesen will: „Bitte nacharbeiten.“

Nicht, weil Nacharbeiten schlecht wäre. Sondern weil „nacharbeiten“ meistens bedeutet: „Wir waren zu schnell, und Du bist nicht mitgekommen.“ Und das fühlt sich an wie Scheitern, obwohl es keins ist.

Mir ist etwas anderes wichtig. Wenn ich einen Workshop gebe – live, mit echten Menschen im Raum – dann will ich, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Workshop selbst mitkommen. Dass sie Fragen stellen können. Dass sie die Energie im Raum spüren. Dass sie von mir und von den anderen mitgenommen werden.

Nacharbeiten? Ja, unbedingt. Aber in einem anderen Sinne: Nacharbeiten heißt: Ausprobieren. Den CustomGPT, den Du im Workshop erstellt hast, drei-, fünf-, vielleicht zehnmal durchspielen. Feilen. Verfeinern. Bis der Output zu 90 Prozent übernommen werden kann – und wirklich nach Dir klingt.

Das ist ein riesiger Unterschied. Im einen Fall gehst Du aus dem Kurs und denkst: „Ich muss noch so viel tun.“ Im anderen Fall gehst Du raus und denkst: „Ich hab was in der Hand – jetzt mache ich es mir zu eigen.“

Und genau deshalb bin ich auch persönlich ein Fan von Live-Formaten. Ehrlicherweise weiß ich nicht, ob ich jemals wieder einen Selbstlernkurs buchen werde. Auch keinen mit Live-Anteilen. Was ich brauche – und was meine Kundinnen und Kunden brauchen – ist dieses Miteinander. Die direkte Reaktion. Das sofortige Feedback. Und ja, manchmal auch der kleine Schubs, den Du Dir selbst nicht geben kannst.

(Mehr darüber, wie KI Deinen gesamten Business-Alltag vereinfachen kann – nicht nur die Content-Erstellung – findest Du in meinem Artikel „Zeit sparen statt Achterbahn fahren: Wie KI Dein Business-Chaos beendet“.)

Das Video läuft nicht mehr im Hintergrund

Ich komme zurück zu meinem Laptop. Zum Kaffee. Zum Bildschirm.

Aber die Szene sieht heute anders aus.

Das Video läuft nicht mehr im Hintergrund. Stattdessen habe ich mein Tool offen, meinen CustomGPT geladen und die Notizen aus dem Kundengespräch von heute Morgen vor mir. In zehn Minuten habe ich drei Content-Ideen. In zwanzig Minuten steht ein Entwurf, der zu 90 Prozent nach mir klingt. Nicht nach Roboter. Nicht nach Promptliste. Nach mir. Und wenn ich will... ist das ganze auch automatisiert in meinem Google Sheet oder in einer Notion-Liste oder...

Nicht, weil ich den besseren Kurs gemacht habe. Sondern weil ich verstanden habe, wie ich mit der KI arbeite. Weil ich ein System habe, das zu meinem Alltag passt. Und weil ich aufgehört habe, Wissen zu sammeln – und angefangen habe, es anzuwenden.

Kein Kurs wird Dir das abnehmen. Aber ein Content-System kann es möglich machen.

Und das Schöne daran: Du brauchst dafür keine Technik-Genialität. Du brauchst kein Informatik-Studium. Du brauchst jemanden, der mit Dir gemeinsam hinschaut und ein System baut, das zu Dir und Deinem Business passt.

Genau das mache ich. Seit über 25 Jahren als Kommunikations- und Grafik-Designerin – und seit mehreren Jahren als zertifizierte KI-Trainerin und TÜV-geprüfte Managerin für angewandte KI-Transformation. Was ich lehre, hat sich in der Praxis bewährt. Mit echten Projekten, echten Kunden, echten Ergebnissen.

Bereit, vom Wissen ins Tun zu kommen?

Du hast genug Kurse gemacht. Genug Promptlisten gesammelt. Genug Videos im Hintergrund laufen lassen.

Es ist Zeit für ein System, das funktioniert. Und das nach Dir klingt.

So kann ich Dich unterstützen: Starte mit einem meiner Live-Workshops, in denen Du nicht nur lernst, sondern direkt umsetzt – mit sofortigem Feedback und echtem Ergebnis am Ende des Tages. Oder hol Dir individuelle Unterstützung in einem 1:1-Format, in dem ich Dein persönliches Content-System gemeinsam mit Dir aufbaue.

Für den regelmäßigen Impuls zwischendurch gibt es meinen Newsletter „Schritt halten. Der Newsletter für KI mit Kopf.“ – jeden Mittwoch, praktisch, umsetzbar und garantiert ohne leere Worthülsen.

Und wenn Du KI nicht nur für Dein Marketing, sondern für Dein ganzes Business denken willst: In meinen Keynotes und Vorträgen zeige ich, wie Selbstständige und Unternehmerinnen das Content-Chaos hinter sich lassen – mit System statt mit noch einem Kurs.

Aus der Praxis. Für die Praxis. Für Dich.

Quelle: Meine Erfahrungen und der Dialog mit Claude. Die Bilder sind mit Midjourney und fal.ai generiert.

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Ich bin Nicole

Nicole Angela Buck – KI-Trainerin und Kommunikationsdesignerin in ihrem Atelier, lächelnd in gelbem Blazer

Seit 1998 bin ich Kommunikations- und Grafikdesignerin, inzwischen auch Managerin für angewandte KI-Transformation, zertifiziert vom TÜV Rheinland. Das Handwerk kenne ich aus der Zeit lange vor der KI, und die KI von der ernsthaften Seite, weil ich halt jeden Tag damit arbeite.

Viele, die richtig was können, sind online trotzdem kaum zu sehen. Ich zeig Dir, wie Du mit KI ein Content-System aufbaust, das nach Dir klingt und was hermacht, in Minuten statt Stunden. Damit Du sichtbar wirst als der Profi, der Du längst bist.

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