KI mit Kopf:
Wie Künstliche Intelligenz Menschlichkeit bewahren muss

von Nicole Angela Buck

Die Synergie von Technologie und Intuition

KI und Menschlichkeit - Technik ist nicht alles

 

Künstliche Intelligenz (KI) revolutioniert viele Branchen und das Handwerk bildet da keine Ausnahme. Als Handwerksbetrieb kannst Du von den enormen Vorteilen der KI profitieren – von der Automatisierung von Routineaufgaben bis hin zur Optimierung Deiner Arbeitsprozesse. Doch es ist wichtig, KI mit Kopf und Bedacht einzusetzen.

Für viele kann die Vielzahl an KI-Tools überwältigend sein und als großes Hindernis erscheinen. Dabei gibt es unendlich viele Anwendungsfälle, um mit KI wirklich zu tollen Ergebnissen zu kommen. Es braucht keine endlose "Liste von 87 Prompts", sondern ein Verständnis dafür, wie KI „arbeitet“. Mit individuell generierten Prompts, die mit Kopf und Menschlichkeit gestaltet sind, kannst Du großartige Ergebnisse erzielen.

Ich möchte Dir den Einstieg in die KI vereinfachen und Dir zeigen, wie Du in Deinem Handwerksbetrieb mit Social Media starten kannst. Das ist kein großer Einschnitt in die laufenden Abläufe, verglichen mit der Integration von KI in Bestellprozesse oder Angebotsanalysen. Es ist mir wichtig, dass Du KI als Freund und nicht als Feind siehst – als einen Helfer, der mehr Nutzen als Arbeit schafft. Eine starke Social Media Präsenz, zum Beispiel auf Instagram, kann Sichtbarkeit schaffen, Kosten sparen und Deine Expertise zeigen. Es kann Dir helfen, Projekte zu präsentieren und Dich als kompetenten und attraktiven Arbeitgeber darzustellen.

Was ist Künstliche Intelligenz (KI)?

KI bezieht sich auf die Fähigkeit von Maschinen, Aufgaben auszuführen, die normalerweise menschliche Intelligenz erfordern. Dazu gehören das Erkennen von Sprache, das Treffen von Entscheidungen, das Lernen aus Erfahrungen und vieles mehr. Die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht und findet Anwendungen in fast allen Bereichen unseres Lebens.

Es ist wichtig, zwischen verschiedenen Arten von KI zu unterscheiden. Generative KI, wie ChatGPT, ist darauf ausgelegt, kreative Inhalte wie Texte, Bilder oder Musik zu erzeugen. Sie kann aus großen Datenmengen lernen und darauf basierend neue, originelle Inhalte erstellen. Auf der anderen Seite gibt es KI-Anwendungen wie Saug- oder Mähroboter, die spezifische, wiederholbare Aufgaben automatisieren. Diese Roboter nutzen Sensordaten und einfache Algorithmen, um ihre Umgebung zu navigieren und ihre Aufgaben effizient zu erledigen. Solche Anwendungen sind bereits seit einiger Zeit Teil unseres Alltags und werden inzwischen als selbstverständlich angesehen.

KI in Handwerksbetrieben und ihre Vorteile

Sanduhr und Werkzeug

Künstliche Intelligenz hat auch in Handwerksbetrieben ein enormes Potential. Ich bin der Meinung, dass der Einstieg über Social Media Accounts wie Instagram perfekt ist, um Ängste und Sorgen im doppelten Sinn abzubauen. Für viele Handwerker sind Instagram und Co ein Grauen! Aber unerlässlich und nun mit den praktischen Helferlein der KI zu vereinfachen. Eine Auslagerung an eine Agentur ist oft nicht finanzierbar und nicht machbar, da externe Partner zu wenig in das eigene Geschehen eingebunden sind. Eine Agentur kann beraten und bei der Strukturierung helfen, aber die Umsetzung wird schwierig. Hier spreche ich aus eigener Erfahrung als Werbeagentur-Inhaberin. Der Einstieg in Social Media muss zunächst Chefsache sein und kann dann gegebenenfalls an einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin übertragen werden.
Die Sichtbarkeit, die durch Social Media erreicht werden kann, ist für Betriebe unerlässlich, um neue Kunden zu gewinnen. Eine Zeitungsanzeige ist teuer und bietet nicht die vielfältigen Möglichkeiten, die Plattformen wie Instagram bieten. Social Media ermöglicht es, Projekte zu präsentieren, die Expertise zu zeigen und sich als attraktiver Arbeitgeber darzustellen. Mit gezielten Posts können Betriebe eine breitere und spezifischere Zielgruppe ansprechen, was mit traditionellen Werbemaßnahmen kaum erreichbar ist.

KI hat das Potenzial, unser Leben in vielerlei Hinsicht zu verbessern. Denken wir weiter. In der Medizin kann KI bei der Diagnose von Krankheiten unterstützen, in der Industrie können Prozesse effizienter gestaltet werden, und im Alltag erleichtern uns Sprachassistenten und smarte Geräte viele Aufgaben. Ein Beispiel aus meiner eigenen Arbeit zeigt, wie KI kreative Prozesse unterstützt. Mit Hilfe von KI-gestützten Tools wie ChatGPT kann ich schneller und präziser Dinge erstellen, was meinen Arbeitsalltag erheblich erleichtert. Dazu aber später mehr.

KI und Menschlichkeit

In meinen Augen geht Künstliche Intelligenz nicht ohne Menschlichkeit, nicht ohne Kopf. Künstliche Intelligenz ist aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Zumindest für mich und zumindest, wenn man weiß, wie man sie einsetzen kann. Es gibt so unendlich viele Anwendungsfälle, um mit KI wirklich zu einem tollen Ergebnis zu kommen. Dazu braucht es auch keine Liste mit 87 Prompts, die einem an allen Ecken angeboten wird. Es gilt zu verstehen, wie Künstliche Intelligenz "arbeitet". Und dazu braucht es zwar Prompts, aber mit Kopf und Menschlichkeit generierte.

Darum hat mein Newsletter z. B. den Titel "Schritt halten. Der Newsletter für KI mit Kopf." Man muss sich auch nicht durch all die vielen Tools kämpfen, die schneller aus dem Boden schießen, als jeder von uns AI oder KI sagen kann. Man muss sich überlegen, was man erreichen will, seine Aufgabe, den Anwendungsfall durchdringen und dann kann es losgehen.

Ängste, Bedenken und rechtliche Aspekte

Trotz der vielen Vorteile gibt es auch Ängste und Bedenken in Bezug auf KI. Viele Menschen fürchten, dass Künstliche Intelligenz Arbeitsplätze ersetzen könnte oder dass Maschinen Entscheidungen treffen, die bisher Menschen vorbehalten waren. Diese Ängste sind nicht unbegründet, aber sie sollten im Kontext betrachtet werden. Die Diskussionen über KI sind vielfältig und oft kontrovers. Während einige Experten die immense Chance betonen, die KI bietet, warnen andere vor den möglichen Gefahren. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen, und es ist wichtig, beide Seiten zu verstehen.

Es gibt auch rechtliche Aspekte, die berücksichtigt werden müssen. Der EU AI-Act, ein Gesetz zur Regulierung von Künstlicher Intelligenz in der Europäischen Union, und die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sind Beispiele für solche rechtlichen Rahmenbedingungen. Diese Vorschriften sollen sicherstellen, dass KI verantwortungsvoll und ethisch eingesetzt wird. Genau hier kommt auch wieder die Menschlichkeit ins Spiel. Der eigene Kopf muss eingeschaltet bleiben, und es darf nicht angenommen werden, dass durch den Einsatz von KI das Mitdenken überflüssig wird. Dazu werde ich in einem zukünftigen Artikel mehr schreiben.

Mein Einstieg in die KI

Nicole Angela Buck

Als am 30. November 2022 das erste Mal etwas über ChatGPT im Radio bzw. in den Nachrichten kam, hat es mich zunächst nicht besonders beeindruckt. Es war eine Nachricht unter vielen. Doch irgendwann war ich neugierig und wollte selbst ausprobieren, ob Künstliche Intelligenz und die diversen Tools wirklich so viele Vorteile bieten. So habe ich mir irgendwann meinen ChatGPT-Account geholt, natürlich erst mal kostenlos – schließlich bin ich Schwabe. Zunächst habe ich ihn ausschließlich für meine privaten Instagram-Kanäle genutzt. Ja, was soll ich sagen? Es war toll, wie schnell hier Texte generiert werden konnten und wirklich brauchbare Ergebnisse dastanden. Natürlich musste das noch verfeinert und angepasst werden, aber es war wirklich beeindruckend, wie schnell und zielgerichtet man hier Texte generieren konnte.

Das war mein Einstieg. Irgendwann mal entwickelten sich die Tools weiter. Es kamen viele dazu – man hätte jeden Tag 12 neue Tools testen können. Das geht aber weder zeitlich noch finanziell. Ich war am Anfang immer dabei und immer wieder kam ich zu ChatGPT zurück bzw. blieb dabei. Die Bezahl-Version musste her, Plugins konnten eingebunden werden, bis schließlich eigene Custom-GPTs kamen. Und das, das war dann wirklich der absolute Game-Changer. Von diesem Zeitpunkt an war es möglich, nicht nur pro Chat seine eigenen Sprachstile einzugeben, sondern ich habe dann mein erstes Custom-GPT gebaut, um für meinen Instagram-Kanal Steinehunger die Posts zu schreiben. In der Zwischenzeit ist es so verfeinert, dass ich dem Custom-GPT ein Bild eingebe, das ich später posten möchte, und automatisiert der entsprechende Text geschrieben wird – samt englischer Übersetzung und Hashtags. Auch meinen Food-Kanal "füttere" ich inzwischen auf diese Weise. Es ist jedoch wichtig, dass jeder generierte Text gründlich geprüft und gelesen wird, um sicherzustellen, dass er den gewünschten Standards und dem richtigen Ton entspricht.

Natürlich muss ich sagen, das war ganz am Anfang reine Spielerei. Aber in der Zwischenzeit nutze ich ChatGPT täglich für so viele Dinge – um Texte zu schreiben, Inhalte zu generieren und Daten zu analysieren, um nur drei Punkte zu nennen. KI und besonders ChatGPT sind absolute Game-Changer. Und wie gesagt, die Geschichte mit den Custom-GPTs ist noch lange nicht zu Ende. Man kann im Prinzip alles abbilden. Man kann ein Custom-GPT für Angebote bauen, um LinkedIn-Beiträge zu schreiben oder wie ich es zum Beispiel mit den sechs Denk-Hüten nach de Bono gemacht habe. Diese lassen sich durchlaufen und unter verschiedenen Kriterien analysieren. Alles in einem Custom-GPT oder inzwischen auch noch einzeln über eine Make-Anbindung. Das geht in null Komma nichts und man kann wirklich damit sehr viel machen. Ich bin überzeugt, dass der Weg und die Schritte noch lange nicht zu Ende sind.

Meine bevorzugten Tools

ChatGPT, Midjourney & Co im Einsatz

Im Laufe meiner Reise habe ich mich auf eine Hand voll Tools fokussiert, die ich regelmäßig nutze. Ganz klar stehen ChatGPT und Midjourney im Vordergrund. Diese beiden Tools haben mir geholfen, meine Arbeit effizienter und kreativer zu gestalten. Während ChatGPT für die Generierung von Texten, Ideen und Analysen unverzichtbar ist, nutze ich Midjourney für kreative Visualisierungen und Designs. Diese Kombination ermöglicht es mir, sowohl im kreativen als auch im analytischen Bereich hervorragende Ergebnisse zu erzielen.

Fazit

Künstliche Intelligenz ist ein Thema, das uns alle betrifft und das in den kommenden Jahren weiterhin für spannende Entwicklungen sorgen wird. Ich lade Dich ein, in den kommenden Blog-Beiträgen mehr über die verschiedenen Aspekte von KI zu erfahren und mit mir zu diskutieren.

Es gibt immer aktuelle Infos in meinem Newsletter und auf meinen Instagram- und LinkedIn-Kanälen. Was sind Deine Gedanken zu KI? Teile sie gerne mit mir und kontaktiere mich. Die Antwort kommt von mir persönlich – auch wenn ich durchaus in der Lage bin, Bots einzubinden. Der persönliche Kontakt darf nie zu kurz kommen – das wäre anders, wenn ich zig Tausende von Produkten verkaufen würde und dazu die Gebrauchsanweisungen öffentlich quasi auf Knopfdruck zugänglich machen würde. Dass da ein Bot dahinterstecken muss, um dem Kunden das beste Ergebnis zu liefern, ist nicht von der Hand zu weisen.

 

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Quelle: Meine Erfahrungen, meine Gedanken und der Dialog mit ChatGPT. Die Bilder sind mit Midjourney generiert.

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Ich bin Nicole

Mit über 25 Jahren Erfahrung als Kommunikations- und Grafik-Designerin und meiner Ausbildung als zertifizierte AI-Trainerin unterstütze ich Dich dabei, Dein Handwerk optimal online zu präsentieren. Lerne, wie du durch präzise und intelligente Online-Strategien Deinen Betrieb nicht nur zeigst, sondern eine Geschichte erzählst, die bleibt.

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